Kronsnest

Das Dorf und der kleine elterliche Hof in der Elbmarsch sind seine ganze Welt: Der empfindsame Hannes leidet unter seinem gewalttätigen, unberechenbaren Vater und den Schikanen in der Schule. Zuflucht findet er allein in der Natur und in seinen Büchern. Doch Hannes beginnt sich zu wehren und unversehens gerät er dabei in die politischen Spannungen der Dorfgemeinschaft. Dabei will er doch eigentlich nur eines – die geheimnisvolle Mara für sich gewinnen, die so ganz anders ist als all die jungen Frauen im Dorf. Ein anderes Leben, denkt Hannes, ein anderes Leben muss doch möglich sein.

"Ein faszinierendes Sittengemälde des bäuerlichen Lebens im Schleswig-Holstein der Zeit zwischen Erstem und Zweitem Weltkrieg."

NDR Kultur, Jürgen Deppe bei der Vorstellung des "Buches der Woche"

Ein starkes Debüt

(Lübecker Nachrichten, 9.3.21)

"Florian Knöppler verknüpft all
die Stränge in seinem Debütroman
zu einer spannenden Geschichte.
Er ist Journalist von
Hause aus und wohnt seit langen
Jahren in der Gegend. Aus seinem
Schreiben spricht eine große
Liebe zu dem Land und der Natur,
eine Genauigkeit in der Wahrnehmung
bis hin zu Sattelmücken
und Getreidehähnchen, die
dem Korn zusetzen, oder den Augen
der Dohle, die sich von unten
nach oben schließen. Und wenn
ein Kalb geboren wird, dann ist
das keine klinisch reine Angelegenheit
und wird auch so beschrieben.
Die Figuren erhalten ebenfalls
präzise Konturen. Man hat ihn vor
sich, den Großbauern und Deichgrafen
von Heesen, dem sein Hof
zerfällt. Oder Hobe, den Knecht,
der bei den Kommunisten
kämpft."

© 2020 Florian Knöppler